Die Erfindung des Vampirs - Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung

von Bernhard Unterholzner
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Bernhard Unterholzner Die Erfindung des Vampirs - Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher Forschung
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Beschreibung

Die Erfindung des Vampirs beginnt 1732 mit einem Medienereignis. Berichte über wiederkehrende Tote aus der österreichischen Peripherie elektrisierten den Pressemarkt der Aufklärung. Mediziner, Philosophen und Theologen diskutierten aufgeregt die unerhörte Begebenheit und die politische Publizistik nutzte den „Blutsauger“ sogleich als Ausbeutungsmetapher. Wenig später war der Vampir als Aberglauben abgehakt, aber keineswegs erledigt. Im langen 19. Jahrhundert war der Vampir nicht nur in Literatur, Theater und Oper erfolgreich, sondern auch in Sachpublikationen. Autoren aus Reiseliteratur, Volkskunde, Naturphilosophie, Psychiatrie und Psychoanalyse erschufen in ihren Schriften den Vampir als vieldeutige Gestalt: Aberglauben der Osteuropäer, Fledermaus, Energiesauger, Sadist und Lusttraum. Das Kino fügte diesen Geschichten eine visuelle Ebene bei, Vampire wurden fortan bildlich imaginiert. Als Reflexionsfigur von Grenzzuständen blieb der Vampir damit bis ins 20. Jahrhundert aktuell, bevor Parasiten und Viren zur wichtigsten Metapher des Anderen wurden.
Bernhard Unterholzner kartiert in Die Erfindung des Vampirs das wuchernde Geflecht von Diskursbeiträgen bekannter wie vergessener Autoren, das die Figur des Vampirs formte. Das Buch versammelt große Debatten und unterhaltsame Scharmützel und macht verständlich, wie der Vampir zu der mythischen Figur wurde, die wir heute kennen.

Mitwirkende

Autor:
Bernhard Unterholzner

Weitere Informationen

Anmerkung Illustrationen:
12 Abb.
Medientyp:
Taschenbuch
Verlag:
Harrassowitz Verlag
Sprache:
Deutsch
Seitenanzahl:
372

Stammdaten

Produkttyp :
Taschenbuch
Verpackungsabmessungen:
0.238 x 0.169 x 0.025 m; 0.386 kg
GTIN:
09783447112994
DUIN:
5A27QB4P17V
Herstellerartikelnummer:
57519998
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